U-Bahnverlängerung und Bebauung in Gebersdorf - Ab 2025 fährt die U3 nach Gebersdorf

Rathaus on Tour in Gebersdorf: Info-Veranstaltung zum Weiterbau der U3 & Stadtentwicklung in Gebersdorf

  • von  Redaktionsteam
    18.11.2018
  • Beiträge, Featured, Stadtteilentwicklung und Verkehr

Foto: v.l.n.r.: Julian Matschinske, Roman Wenzel, Stefan Sturm (SPD Gebersdorf/Großreuth), Stadträtin Katja Strohhacker, Baureferent Daniel Ulrich und SPD-Vorsitzender Thorsten Brehm.

Auf großes Interesse stieß am vergangenen Dienstag eine Informationsveranstaltung
der SPD zur künftigen Entwicklung in Gebersdorf. Der Baureferent der Stadt Nürnberg,
Daniel Ulrich, stellte den rund 50 Interessierten im Bürgertreff Gebersdorf die
Planungen zum U-Bahnbau und zu weiteren Stadtentwicklungsprojekten vor. Nachdem
die Planfeststellung U3 nach Gebersdorf inzwischen abgeschlossen ist, sollen im
nächsten Jahr die ersten Vorarbeiten für die U-Bahnverlängerung nach Gebersdorf
beginnen. Fahren werden die ersten Züge nach derzeitiger Planung im Jahr 2025. Auch
eine Park-and-Ride-Anlage mit rund 400 – 1000 Stellplätzen ist am künftigen UBahnhof
vorgesehen. Erschlossen werden soll diese über die Rothenburger Straße.
SPD-Stadträtin Katja Strohhacker machte in diesem Zusammenhang darauf
aufmerksam, dass auch die Busverbindungen mit der U-Bahnfertigstellung neugeordnet
und optimiert werden müssen.
Die Bebauung des ehemaligen Kohlenlagers an der Diebacher Straße soll mit etwa 250
Wohneinheiten parallel zur U-Bahn realisiert werden. Gemäß Stadtratsbeschluss
werden auch an diesem Standort sozial geförderte Wohnungen entstehen. In einem
„Gewerberiegel“ soll Platz für Gewerbe und kleinere Geschäfte geschaffen werden. Bis
2024 wird dort Baurecht geschaffen werden, so dass zeitlich mit der UBahnfertigstellung
neue Wohnungen mit guter Nahverkehrsanbindung entstehen.
Die tendenziell dichtere Bebauung sei notwendig angesichts der angespannten Lage
auf dem Wohnungsmarkt. Wenn dort barrierefreie Wohnungen mit Aufzügen
geschaffen werden, könnten davon auch Senioren profitieren, die auf der Suche nach
Wohnalternativen sind.
Eine der wenigen größeren Flächen, die in der Stadt Nürnberg noch für Bebauung zur
Verfügung stehen, ist das Gebiet am Tiefen Feld. Bis 2024 soll ebenfalls Baurecht
geschaffen werden, auch hier ist die U-Bahnanbindung mit dem neuen U-Bahnhof
Kleinreuth eine zentrale Voraussetzung für die weitere Entwicklung. Wie bereits
bekannt ist, soll dort auch eines der dringend benötigten Gymnasien entstehen und
Wohnungen für etwa 1.500 – 2.000 Menschen. Zur Erschließung wird die Rothenburger
Straße 4-spurig ausgebaut.
Baureferent Daniel Ulrich stellte zudem die Planungen für künftige Radschnellwege vor.
Überlegungen gäbe es für einen solchen Radschnellweg entlang der alten
Bibertbahntrasse kommend aus dem Landkreis Fürth bis Gebersdorf. Dieser soll
insgesamt 4m breit sein. Ulrich betonte, dass es dabei vor allem darum geht, schnelle
Verbindungen für Pendler zu ermöglichen. Gute Bedingungen für den Radverkehr zu
schaffen, war auch eine Forderung der auf der Veranstaltung anwesenden Bürger und
Bürgerinnen.
Dass im Bereich des Radverkehrs und des ÖPNV noch einiges zu tun sei, griff
Stadträtin Strohhacker auf und wies daraufhin, dies bleibe auch weiterhin eine Priorität
der SPD Fraktion im Rathaus. Zu den diesjährigen Haushaltsberatungen konnte
immerhin eine Verdoppelung des Radwegeetats erreicht werden.